Der deutsche Fremdsprachenwettbewerb

 

Am 17.Januar dieses Jahres habe ich am deutschen Fremdsprachenwettbewerb teilgenommen und eine Klausur in der Ziehenschule in Frankfurt geschrieben. Dafür hatte ich mich vorher allerdings schon ausgiebig vorbereitet. Alle teilnehmenden Schüler hatten nämlich im Vorfeld Hausaufgaben erhalten. An diesem Tag musste ich eine Kassette mitbringen, welche ich zu einem bestimmten Thema 60 bzw. 90 Sekunden besprochen hatte. Da ich in den Sprachen Französisch und Englisch teilnahm, musste ich auf die eine Kassette eine von mir geplante zweiwöchige Klassenfahrt nach Quebec schildern (natürlich auf Französisch). Auf der zweiten Kassette musste ich einen Vortrag - diesmal auf Englisch - über ein bestimmtes Thema halten, welches ich vor der UN-Jugendversammlung in New York halten sollte (ich wählte als Thema „Wie wir die ökologische Effizienz steigern können“). Hat irgendjemand schon mal versucht eine 60 Sekunden-Kassette aufzunehmen? Das ist nämlich sehr wenig Zeit, wenn man überhaupt irgendetwas sagen möchte. Ich habe ungefähr drei Stunden gebraucht, bis ich das, was ich sagen wollte, so gekürzt hatte, dass es nur 60 Sekunden dauerte. Zudem musste ich auf jede Kassette einen vorgegebenen Text in der jeweiligen Sprache vorlesen. Die Themen der Klausuren waren Quebec (für Französisch) und New York (für Englisch). Über jedes dieser Themen musste ich mich ausgiebig informieren, da es Fragen über jedes dieser Themen in der jeweiligen Klausur gab.

So ging ich dann an diesem Tag in die Ziehenschule, um meine Klausuren zu schreiben. Wir waren nur eine kleine Gruppe von Kindern und schrieben alle jeweils in anderen Sprachen. Zuerst schrieben wir die Klausur in unserer zweiten Fremdsprache (in meinem Fall Englisch), die über 45 Minuten ging. Als Aufgaben gab es dort Kreatives Schreiben (zum Thema „Wie reagiert die Versammlung auf die Rede, die ich in der Hausaufgabe geschrieben hatte“), Fragen über New York und Sprachverständnis. In Französisch, meiner ersten Fremdsprache, musste ich eine vierstündige Klausur schreiben. Die Aufgaben waren wieder Kreatives Schreiben (diesmal über das Thema „Was mache ich, wenn ich in einem Ferienhaus in Quebec von einem Schneesturm überrascht werde und von der Außenwelt abgeschottet bin“), Fragen über Quebec und Sprachverständnis. Zusätzlich musste ich aber noch einige Fragen zu einem Nachrichtentext, der vorgelesen wurde, beantworten.

Für mich war dieser Fremdsprachenwettbewerb eine gute Möglichkeit andere Schüler kennen zu lernen und zu sehen, unter welchen Bedingungen Schüler in einem „normalen“ deutschen Gymnasium arbeiten müssen. Insgesamt war es für mich ein sehr schöner und erfolgreicher Tag und ich hoffe, nächstes Jahr wieder an diesem Wettbewerb teilnehmen zu können.

Niko Wolf, S3fr