Am 10.10.07 hatten wir Mirjam Pressler zu Gast in unserer Schule. Die 1940 geborene Autorin studierte zunächst an der Akademie für Bildende Künste in Frankfurt und dann Sprachen in München. Bevor sie zu schreiben begann, betrieb sie einige Jahre einen Jeansladen, der sie und ihre drei Töchter ernährte. Mit ihrem ersten Buch „Bitterschokolade“ begann ihr Einstieg in eine erfolgreiche Karriere; Frau Pressler hat über 300 Bücher übersetzt, darunter die Neuausgabe vom „Tagebuch der Anne Frank“ aus dem Niederländischen. Frau Pressler hat selbst circa zwanzig Bücher geschrieben, die oft vom Krieg handeln oder von Kindern, die es schwer haben: Bitterschokolade (1980), Novemberkatzen (1982), Wenn das Glück kommt, muss man ihm einen Stuhl hinstellen (1994), Ich sehne mich so. Die Lebensgeschichte der Anne Frank (1992), Malka Mai (2001). Heute lebt Mirjam Pressler nahe München.
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Nach einigen einführenden Worten von Herrn Zijlstra hat Frau Pressler zunächst Fragen aus dem Publikum, das zum Teil Bücher von ihr schon gut kannte, beantwortet. Dabei gab es Fragen zu ihrer Übersetzertätigkeit, zu ihren Lieblingswerken, zum biographischen Anteil in ihren Jugendbüchern. „Wie kommen Sie zu Ihren Namen?“ war eine Frage, die sie sehr lebhaft beantwortete, weil ihr diese Frage besonders gefiel. Sie erzählte, dass sie sogar schon mal ein ganzes – damals noch mit der Schreibmaschine zu tippendes – Manuskript neu geschrieben habe, weil sie den Namen der Hauptfigur ändern wollte, so wichtig sind ihr die Namen der Figuren. Auch wie Frau Pressler zu ihren neuen Ideen kommt und wie sie recherchiert, hat sie uns erklärt.
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Danach hat sie kurz ihr neues Buch „ Golem stiller Bruder“ (2007) vorgestellt. Dieses handelt von Juden in Prag und von der Sage um den Golem, eine Lehmfigur, die die Juden beschützt. Sie las uns verschiedene Ausschnitte vor - dann war leider die Lesung schon zu Ende.
Marie Pflüger, S4fr